Wie viele Frühling, Sommer, Herbst und Winter hat sie wohl erlebt? In diesem Frühjahr musste sie kapitulieren.

Unglaublich, wie die Natur auf dieses Vergehen reagiert und einer Unmenge von Lebewesen daurch erst neue vielfältige Lebensmöglichkeiten bietet: Moosen, Algen, Flechten, sog. Aufsitzerpflanzen …

die meisten Aufsitzerpflanzen sind Pflanzen der Umgebung, die durch Wind, Kot, Ameisen verbreitet werden und auf den Kopfweiden wachsen können.

Typische Pflanzen sind z.B. Große Brennnessel, Himbeere, Bittersüßer Nachtschatten, Stechender Holzzahn, Schwarzer Holunder, Drüsiges Springkraut, Gemeiner Löwenzahn, Eberesche, Wiesenrispengras, Rote Johannisbeere, Stachelbeere, Taubnesselarten …

Eine Kopfweide kann bis zu 90 (!) Käferarten Lebensraum bieten -

vor allem während der Larvenphase: Weber- und Moschusbock z.B. sind äußerst gefährdete „Rote-Listen-Arten“ !

Durch die Neigung zu Baumhöhlenbildung sind Kopfweiden prädestiniert als ideale Lebensbedingung für sog. Höhlenbrüter: Steinkauz als charakteristischste Art, wie auch Hohltaube, Wiedehopf, die meisten Meisenarten, Gartenrotschwanz, Grauschnäpper, Trauerfliegenschnäpper …

Wichtige Sommerquartiere für Bilche, Stienmarder, Mäuse, Fledermausarten;

162 Schmetterlings- und 64 Käferarten, viele Wespen- und Hornissenarten …  Eine Kopfweide wird im Grunde also immer wertvoller, je älter sie wird. Kann Totholz wichtiger sein?

Ihnen hat dieser Beitrag gefallen?

Das könnte Sie auch interessieren:

aktiv im Steinkauzschutz

Aktiver Steinkauzschutz in der Region Ziel des NABU Selfkant e.V. ist es den Bestand an Steinkäuzen zu erhalten. Mittel- und langfristig soll unser Einsatz zu

Catering und mehr

Wichtigste Person der Arbeitseinsätze Das leibliche Wohl ist bei den Arbeitseinsätzen des NABU Selfkant von zentraler Bedeutung. Schließlich finden die anstrengenden Arbeiten in der Natur