In der Scheune von Norbert Peulen aus Schalbruch kann jetzt ein Schleiereulenpaar für Nachwuchs sorgen.

Bei einem Ortstermin mit der Unteren Naturschutzbehörde berichtete Landwirt Norbert Peulen, dass sich in seiner Scheune regelmäßig Schleiereulen aufhalten und er gerne etwas für die Eulen tun möchte.

Diese Bitte wurde umgehend an die NABU Gruppe Selfkant weitergeleitet und keine 2 Wochen später haben Hermann Josef Schmitz und Peter Hamacher in der Scheune einen Schleiereulenkasten angebracht.

Dass eine Schleiereule die Örtlichkeit regelmäßig  aufsucht, bewiesen frische Gewölleballen. (Gewölle sind die unverdaulichen Reste der Beutetiere, zumeist Mäuse, die die Eule dann an ihrem Ruheplatz auswürgt.)

Die Bedingungen in der Scheune sind so ideal, dass man schon fast sicher sein kann, dass dort im nächsten Frühjahr eine Brut stattfinden wird.

Die NABU-Gruppe Selfkant  betreut auf dem Gebiet der Gemeinden Waldfeucht, Gangelt und Selfkant und den südwestlich gelegenen Dörfern, die zur Stadt Heinsberg gehören, fast 30 Schleiereulenkästen, von denen auch die meisten belegt sind. Demzufolge fliegt dort auch jedes Jahr der Nachwuchs der Schleiereulen aus. Insofern ist es dann nicht mehr so außergewöhnlich, dass sich auch Mitteilungen von naturinteressierten Menschen über Eulenbeobachtungen häufen, die sie z.B. öfters spätabends bei einen Spaziergang in und um ihren Ort gemacht haben. Wir vom NABU Selfkant gehen davon aus, dass dies unmittelbar mit der Dichte der Schleiereulenkästen zusammenhängt.

Der Kasten in Norbert Peulens Scheune ist nun der erste Schleiereulenkasten in Schalbruch.  Wir würden uns freuen, wenn uns auch von dort Meldungen über spätabendliche  Beobachtungen einer relativ hellen, lautlos fliegende Eulen erreichen würden. Vielleicht könnte es sogar für den Beobachter motivierend sein, sich konsequenter für den Schutz unserer Lebensgrundlagen einzusetzen. Für uns vom NABU wäre es ein schöner Lohn.

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Tolle Aktion!

Vielen lieben Dank an N. Peulen, P. Hamacher und HJ. Schmitz. (ihr seid spitze!)

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