Obwohl der Wanderfalke zu den auf der Erde am weitesten verbreiteten Greifvogelarten zählt, gehört er bei uns zu den  „Vom Aussterben bedrohten Vogelarten“: Einsatz von Pestiziden (die ja irgendwann auch die Beute erreichen), Verfolgung und Tötung, Eierraub oder Störungen (u.a. Wander- und Klettertourismus) sind hier hauptverantwortlich. Wanderfalken wählen Nistplätze, die weiten Ausblick gewähren, also z.B. auf Felsen, Ruinen, Masten, Türmen oder Schornsteinen. Von hier aus können sie ideal ihre enorme Fluggeschwindigkeit (bis zu 300 km/h) ausspielen und ihre Beute überfallartig attackieren: Stadt- bzw. Wildtauben, Drosseln, Stare, Elstern u.ä.

Der Wanderfalkenkasten hat sein Ziel erreicht!
Der Wanderfalkenkasten hat sein Ziel erreicht!

Der „NABU Rode-/Saeffel-/Kitschbachtal“ hatte nun im Rahmen seines diesjährigen Projektes „Nisthilfen für bedrohte Vogelarten“ (bisher für Schleiereule, Steinkauz, Waldkauz, Hohltaube, Eisvogel, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Turmfalke, …) mit großer Unterstützung der Gemeinde Gangelt sowie auch der Firmen Trepels (Stahlbau) und Hall & Kehmer (Schornsteinrestaurierung) das große Glück, auf einem Schornstein der Gemeinde Gangelt eine erste Wanderfalken-Nisthilfe  montieren zu können. Für eine zweite wird zurzeit nur noch die Standortfrage abgeklärt.

Nachdem in den letzten Jahren im Nordkreis wieder einige Erfolg versprechende Bruten oder Brutversuche des Wanderfalken beobachtet werden konnten, werden ab jetzt wohl auch im Süden unseres Kreises manches Fernglas oder Spektiv in Richtung dieser Schornsteinspitze gerichtet sein!

Hier nun einige Bilder der spannenden Anbringung und Fertigstellung des Wanderfalkennistkastens:

Der Nistkasten im Rohbau
Der Nistkasten im Rohbau
Alleine der Transport war nicht ganz einfach
Alleine der Transport war nicht ganz einfach
Am Zielort angekommen
Am Zielort angekommen
Langsam geht es nach oben
Langsam geht es nach oben
Durch die Hilfe von Fachmännern geht es immer weiter nach oben
Durch die Hilfe von Fachmännern geht es immer weiter in die Höhe
Die Zuschauer staunen nich schlecht
Die Zuschauer staunen nich schlecht
In schwindelnd erregender Höhe hat er sein Ziel fast erreicht
In schwindelnd erregender Höhe hat er sein Ziel fast erreicht
Es ist geschafft. Der Nistkasten ist oben! Nu müssen wir nur noch auf seinen neuen bewohner warten und hoffen, dass er sich in der Region "Der Selfkant" auch wohlfühlt und viele Nachkommen hier heimisch werden!!!

Vielen Dank an alle, die sich an dieser Aktion im Namen der Natur beteiligt  haben!!

Ihnen hat dieser Beitrag gefallen?

Das könnte Sie auch interessieren:

Neues vom Projekt Scheune

Neues vom Projekt Scheune In seinem ‘Projekt Scheune’ zeigt uns Herr Spandl an dieser Stelle regelmäßig Schönheiten aus der Natur in unserer Region. Dieses Mal sind

Weiteres Eulenfreundliches Haus

Weiteres Eulenfreundliches Haus Plaketten „Eulenfreundliches Haus“ und „Hier sind Schwalben willkommen“ verliehen. Herr Meurers aus Höngen meldete sich bei Thomas Henkens vom NABU Selfkant. Auf seinem

Saison für Rehkitze beginnt

Saison für Rehkitze beginnt Rehkitze leben gefährlich. Nicht nur Landmaschinen sind eine Gefahr für die Tiere, sondern auch Menschen und ihre Hunde. Ein Appell von