Wie es früher u.a. in Mühlen die Regel war, steht einer erfolgreichen Brut von Turmfalke und Schlereule nichts mehr im Wege.

  Nachdem vor 2 Wochen diese Nisthilfe für Turmfalken montiert werden konnte (s. auch unter Kategorie Aktionen v. 02.02.`12 „Turmfalken nun bald …“), folgte jetzt zusätzlich die Montage eines Brutkastens für Schleiereulen,

 

 

 

Die Bilder, die Montageschritte, gleichen sich natürlich: Maß nehmen,
kleine Unterstützung anbringen,
Nisthilfe (end-) montieren; rechts neben der Leiter kann man den Turmfalkenkasten erkennen. Lobend hervorzuheben ist, dass Schüler der GHS Gangelt während einer Projektwoche diese Nisthilfen gebaut haben!

Schleiereulen sind typische Kulturfolger des Menschen, brüten bevorzugt in Maschinenhallen, Scheunen, großen Dachböden, Kirchtürmen u.ä.; die Praxis heute zeigt leider, dass ihnen diese pot. Brutmöglichkeiten genommen sind, alle möglichen Öffnungen wurden verriegelt und verschlossen (Hauptgrund „be- und gefürchtete Verdreckung“ s.o.!), ihr Bestand nahm folglich bedrohlich ab! Bau und Anbringung solcher Spezialkästen haben nun in den letzten Jahren erfreulicherweise wieder zur Erholung der Bestände geführt.  Für diese Kästen müsste an der Gebäudevorderwand eine Öffnung geschaffen werden, durch die die Eulen ins Innere gelangen können (die sog. „Uhlenfluchten“, die früher an keiner Scheune, keinem Bauernhaus fehlten, als man noch wusste, dass Mäuseplagen nicht durch Pestizide bekämpft werden müssen!).

 Schleiereule (Tyto alba) – Vogel des Jahres 1977: eine sehr helle Eule mit charakteristischem Gesichtsschleier, relativ langen Beinen, unterseits weiß bis gelblichbraun mit oder ohne schwärzliche  Pünktchen, etwa 34 cm lang, das Gefieder wirkt oft wie von einem zarten Schleier überzogen; charakteristisch auch der schnarchende Ruf „chrrrüüh“;

Aufgrund ihrer Federstruktur kann die Schleiereule nahezu lautlos fliegen und sich Beute nähern (fast ausschließlich Mäuse, die sie zur Brutstätte bringt und u.U. hier lagert. (Foto: www.egeeulen.de)
In starken Wintern können Schleiereulen zu den ersten Kälteopfren zählen: Sie bilden kein Fettgewebe, sind darauf angewiesen, immer frische Nahrung zu fangen, die sich dann leider meist unter der Schneedecke bewegt. (Foto: www.altmuehltal.de)

 Artenschutz durch Biotopschutz,  auch durch künstliche Nist- und Brutangebote!

Bleibt zu hoffen, dass unser Hotel in der historischen Windmühle Waldfeucht gefunden und angenommen werden wird!

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