Gegenwärtig kontrollieren wir die Steinkauzröhren. Im Vergleich zum letzten Jahr zeichnet sich ab, dass weniger Käuze brüten. Dennoch ist der erste Nachwuchs bereits da. Auffallend ist weiter, dass die Wiesen kaum gemäht sind, was dem Kauz die Nahrungssuche erschwert. Da das Gras  hüfthoch steht, muss sich der Kauz etwas einfallen um sein brütendes Weibchen zu versorgen. Mit dem Einschalten der Straßenbeleuchtung geht er auf Insektenjagd, wie wir beobachten konnten. Ein schönes Beispiel, wie sich die Tierwelt doch anpassen kann. In der Regel erfolgt die Futterübergabe in der Röhre, so dass man wenig sehen kann. Gestern Abend gab es das Insekt dann doch vor der Röhre. Seine Hauptbeute sind hier überwiegend Motten. Steinkäuze haben einen täglichen Nahrungsbedarf von 59 bis 75 Gramm bei einer Umgebungstemperatur von 0 °C und einen Bedarf von 23 bis 30 Gramm bei 30 °C. (Dries van Nieuwenhuyse, Jean-Claude Génot, David H. Johnson: The Little Owl – Conservation, Ecology and Behavior of Athene noctua. Cambridge University Press, Cambridge 2008)

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