(ein fast abenteuerlich anmutender) "Kampf" von Staatsbosbeheer (Nl) gegen einen invasiven Exoten - gegen watrercrassula (Crassula helmsii) - in einem Dünental in Midsland / Terschelling

Watercrassula ist ist eine ca. 5 - 25 cm hohe Pflanze (Familie: Crassulaceae)
Watercrassula ist ist eine ca. 5 – 25 cm hohe Pflanze (Familie: Crassulaceae);
sie stammt ursprünglich aus Australien, ist also absolut nicht einheimisch; bis vor kurzem war sie in Gartencentern erhältlich, man vermutet auf Terschelling, dass sie dann irgendwann aus einem heimischen Aquarium in einer "Pfütze" im Dünebnbereich entleert worden ist!?
sie stammt ursprünglich aus Australien, ist also absolut nicht einheimisch, invasiv; bis vor kurzem war sie in Gartencentern erhältlich; man vermutet auf Terschelling, dass sie dann irgendwann aus einem heimischen Aquarium  oder Gartenteich in einer “Pfütze” im Dünenbereich entleert worden ist!? Sie vermeert sich ungeschlechtlich über Blätter, Wurzelstücke …, wuchert extrem, verfilzt, so dass andere Arten (Sonnentau, Lungenenzian, Sumpfwegerich …) erstickt werden – eine ökologische Katstrophe speziell für das “Natura 2000 – Gebiet” hier in Midsland !
Watercrassula ( Crassula helmsii)einmal vor Ort ist es praktisch unmöglich sie zu entfernen (abgetretene, unter Schuhe haftende Pflanzenteile, auch Pflanzenfresser wie Gänse tragen zur Vermehrung bei;
W. -einmal vor Ort- ist praktisch unmöglich zu entfernen, schon ein abgetretenes Blatt (deswegen absolutes Betretungsverbot!), auch Pflanzenfresser wie Gänse tragen zur Vermehrung bei; als tropische Pflanze kennt W. keine Jahreszeiten, wird also auch in nicht zu harten Wintern überleben, was vor allem unter Wasser keinerlei Problem darstellt; denn durch 3 Wuchsformen (auf dem Land, auf dem Grund eines Gewässers oder wie hier in den oberen Wasserschichten)  iist sie ein absoluetr Überlebenskünstler!
W. ist auch als Nadelraut bekannt
W. ist auch als Nadelkraut bekannt;
als eingefleischet Terschellingfan war ich in diesem Jahr überrascht auf dieses Hinweisschild zu stoßen
als eingefleischter Terschellingfan war ich in diesem Jahr überrascht, auf dieses Hinweisschild zu stoßen

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ein fast unglaubliches Projekt wurde hier angekündigt
… ein fast unglaubliches Projekt wurde hier angekündigt; erste Vorkommen wurden bereits 2013/´14 entdeckt, Abplaggen oder Wurzelbekämpfung tief im Erdreich waren erfolglos;
man entschloss sich für härtere Maßnahmen
man entschloss sich für härtere Maßnahmen,
spannend, wohin die "pipelione" führte
spannend, wohin die “pipeline” führte

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über diese Schlange wird Salzwasser vom offenen Meer durch die Dünen in die "befallenen Dünetäler gepumpt,
über diese “Schlange” wurde Salzwasser vom offenen Meer durch die Dünen in die “befallenen” Dünentäler gepumpt,

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da W. dagegen nicht resistent ist (hofft man), so dass sie absterben wird (!?); - eine Methode, von der man sich die geringsten Nebeneffekte für Flora und Fauna erwartet;
da W. dagegen nicht resistent ist , hofft man, dass sie absterben wird (!?) – eine Methode, von der man sich die geringsten Nebeneffekte für Flora und Fauna erwartete, zumal durch die Trockenperiode im Aug. das Grundwasser relativ tief stand, also auch wenig negative Effekte z.B. für Ferienhäuser in der Umgebung zu erwarten waren;
geplat war, die Fläche rd. 60 cm unter Salzwasser zu setzen; man ging davon aus, dass auch einheimische Süßwasserpflanzen absterben werden, die als einjährige Pflanzen im kommenden Jahr wieder grünen werden, mehrjährige werden sich aufs Neue entwickeln (abgestorbene Pflanzenteile werden im kommenden Winter entfernt.
geplant war, die Fläche für 8 Tage rd. 60 cm unter Salzwasser zu setzen; man ging davon aus und das Risiko ein, dass auch einheimische Süßwasserpflanzen absterben werden, die als einjährige Pflanzen im kommenden Jahr wieder grünen werden; mehrjährige werden sich aufs Neue entwickeln (abgestorbene Pflanzenteile werden im kommenden Winter entfernt werden).

Von einer solchen Konsequenz kann man hierzulande wohl nur träumen …

beim Kampf gegen "drüsiges Springkraut"
beim Kampf gegen drüsiges Springkraut,
Schlangenknöterich
Schlangenknöterich,

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Riesenbärenklau
Riesenbärenklau oder

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Jakobskreuuzkraut
Jakobskreuzkraut …, um nur einige Beispiele von invasiven, eingewanderten, eingeschleppten Arten zu nennen mit großem Gefahrenpotential auch für unsere einheimische Flora (und Fauna!!). Ein Besuch in 2017 ist nach diesem Projekt eigentlich wieder ein Muss: Wer hat in diesem abenteuerlichen Kampf in den Dünen von Midsland, auf Terschelling gewonnen?

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