Der Name Kleiber kommt von seinem Brutverhalten. Im zeitigen Frühjahr sucht sich der Kleiber, der auch Spechtmeise genannt wird ( sein Aussehen sowie seine Lebensweise hat große Ähnlichkeiten mit denen der Spechte und Meisen), verlassene Bruthöhlen anderer Vögel oder Nisthöhlen, die durch Fäulnis entstanden sind aus, um hier seine Kinderstube einzurichten. Damit die Bruthöhlenöffnung aber nur so groß sein soll, dass nur er hindurchschlüpfen kann, verklebt er die Öffnung einfach mit Lehm. Dieser wird schon nach kurzer Zeit steinhart. Somit schützt er seine Nachkommen vor Mardern, Krähen oder anderen Nesträubern. Früher, im Mittelhochdeutschen bezeichnete man Handwerker, die Lehmwände bauten als Kleiber. Und da der Kleiber eben auch seine Höhle mit Lehm „zumauert“ durfte er diesen Namen bis heute zu tragen. Ich finde, eine tolle Idee!

(Foto: Wikipedia)

 

Übrigens ist der Kleiber der einzige einheimische Vogel, der kopfüber am Baum hinunterlaufen kann.     

 

Ihnen hat dieser Beitrag gefallen?

Das könnte Sie auch interessieren:

Besuch einer Wildvogelstation

Im März besuchte die Naturschutzjugend eine Wildvogelstation, wo sich Karen Buelles um verletzte oder aus dem Nest gefallene Vögel kümmert. Obwohl es zu dieser Jahreszeit

Hausrotschwanz

“Ursprünglich war der Hausrotschwanz ein Bewohner des steinigen Berglandes. Mittlerweile hat er Gebäude in Dörfern und Städten als Lebensraum erobert und ist auch in Gärten

Kiebitze im Selfkant

„Kiebitze kehren Anfang März aus dem Wintergebiet zurück. Zu dieser Zeit kann man die Männchen bei ihren akrobatischen Balzflügen beobachten. Sie fliegen steil auf und