Der Name Kleiber kommt von seinem Brutverhalten. Im zeitigen Frühjahr sucht sich der Kleiber, der auch Spechtmeise genannt wird ( sein Aussehen sowie seine Lebensweise hat große Ähnlichkeiten mit denen der Spechte und Meisen), verlassene Bruthöhlen anderer Vögel oder Nisthöhlen, die durch Fäulnis entstanden sind aus, um hier seine Kinderstube einzurichten. Damit die Bruthöhlenöffnung aber nur so groß sein soll, dass nur er hindurchschlüpfen kann, verklebt er die Öffnung einfach mit Lehm. Dieser wird schon nach kurzer Zeit steinhart. Somit schützt er seine Nachkommen vor Mardern, Krähen oder anderen Nesträubern. Früher, im Mittelhochdeutschen bezeichnete man Handwerker, die Lehmwände bauten als Kleiber. Und da der Kleiber eben auch seine Höhle mit Lehm „zumauert“ durfte er diesen Namen bis heute zu tragen. Ich finde, eine tolle Idee!

(Foto: Wikipedia)

 

Übrigens ist der Kleiber der einzige einheimische Vogel, der kopfüber am Baum hinunterlaufen kann.     

 

Ihnen hat dieser Beitrag gefallen?

Das könnte Sie auch interessieren:

Ein halbes Jahr später konnte der erste balzende Storch auf dem Kunsthorst foto- grafiert werden. (Foto: Peter Hamacher)

In Schalbruch sind schon die ersten Störche

In Schalbruch sind schon die ersten Störche! Im Spätsommer des vorigen Jahres haben aktive Bewohner aus Schalbruch zusammen mit Mitgliedern des NABU-Selfkant eine künstliche Nisthilfe

Krötenzaun aufgestellt

Krötenzaun aufgestellt Seit vielen Jahren haben Naturfreunde dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. Auch im Selfkant sind Aktive vom Nabu Jahr für Jahr