Bauernhof in Heinsberg-Lieck als eulenfreundliches Haus ausgezeichnet

Der NABU freut sich immer, wenn Bürger einen Beitrag zum Schutz der einheimischen Eulen leisten wollen. Das gilt umso mehr, wenn dies Landwirte sind. Sie werden heutzutage allzu oft als die alleinigen Verursacher für den Artenschwund verantwortlich gemacht.

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Dagegen wollte Landwirt Erwin Hausmann aus Heinsberg-Lieck ein Zeichen setzen.

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Als er in seiner Scheune Schleiereulen beobachtet hatte, wandte er sich an den NABU Selfkant, um sich nach eventuellen Nistmöglichkeiten zu erkundigen.

Thomas Henkens und Hermann Josef Schmitz haben sich die Örtlichkeit angesehen und gleich auch eine passende Stelle an einer Giebelwand gefunden, um einen Nistkasten zu montieren.

Da Herr Hausmann im Bereich seiner Pferdewiesen auch schon Steinkäuze gesehen hatte, bat er die NABU-Experten auch zu prüfen, was man für diese bedrohte Art im Umfeld seines Hofes machen könnte.

Von den örtlichen Gegebenheiten bot es sich an, 2 Röhren anzubringen. Auch wenn nicht beide Röhren gleichzeitig belegt werden, so hat ein Steinkauzpaar zukünftig dort die Möglichkeit, den Nistplatz auch mal zu wechseln oder eine Röhre als Vorratsdepot zu nutzen.

Für den NABU war es sehr hilfreich, dass Erwin Hausmann selbst schon wichtige Vorarbeiten geleistet hatte, so dass kurz vor Karneval Hermann Josef Schmitz den Schleiereulenkasten und die beiden Steinkauzröhren problemlos montieren konnte.

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Der Schleiereulenkasten am Giebel der Scheune.

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Die beiden Steinkauzröhren, die nun darauf warten, dass hier ein neues Steinkauzrevier entsteht.

Das Engagement von Fam. Hausmann für die einheimischen Eulen hat der NABU mit der Plakette „eulenfreundliches Haus“ gewürdigt. Sie wirbt nun an der Hauswand dafür, dass Landwirtschaft und Artenschutz gut zueinander passen können.

Text: P.H.

 

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