Auch in diesem Jahr organisierte die NABU-Gruppe RSK ihre traditionelle vogelkundliche Wanderung am 1. Mai

Diesmal starteten wir in der westlichsten Gemeinde Deutschlands, in Tüddern. Schon am Bauernmuseum in Selfkant-Tüddern konnte man die ersten Vögel durch ihren charakteristischen Gesang bestimmen. So war es besonders schön, dass wir von der Nachtigall begrüßt wurden, die in jedem Jahr in den Büschen hinter dem Bauernmuseum ihr besonderes Lied erklingen lässt. Daher ist es wichtig, speziell diesen Bereich auch in Zukunft zu schützen, damit die Nachtigall wie auch der Trauerschnäpper, der im letzten Jahr diese Region besuchte, auf Dauer hier eine neue Heimat finden.  .

Tom mit Eule Theo1

Besuch in der Greifvogelpflegestation. Ein junger Waldkauz. Foto: T. Reinartz

Nach einem kurzen Besuch der Greifvogelpflegestation – hier wurden die beiden Jungkauze präsentiert – ging es durch das Kämpchen und die Rodebachstraße direkt zum Eingang in die „Schwienswei“ (Schweinewiese). Im Mittelalter war dieses Gebiet ein großer Sumpf, kaum zugänglich. Später dann wurde das Gebiet weitgehend trockengelegt und die Schweine der Tüdderner und Sittarder Bürger zur Mast auf die Wiesen getrieben. 2003 ist das Gebiet rekultiviert worden. Der Rodebachkanal wurde von seinen Betonplatten befreit und kleinere Bachläufe, die dem früheren Verlauf des Rodebaches andeuten, angelegt. Durch die sog. Koppelbeweidung mit Schafen wirkt man einer zu starken Verbuschung entgegen. Dies gibt vielen Vögeln, Insekten und Säugetieren neuen Lebensraum.

Eingangsschild Schwienswei Theo2

Foto: T.Reinartz

Eingang Schwienswei 3

Bereits hinter dem Eingang gab es etwas zu hören und zu sehen. Foto: U. Huchel

Ja was fliegt denn da Theo4

Ein Baumfalke ließ sich erblicken. Foto: T. Reinartz

abwechselndes Landschaftsbild Theo7

Ein sich immer änderndes Landschaftsbild. Foto: T. Reinartz

Vögel die wir nicht gesehen haben, sondern nur gehört werden in Büchern und Bildern erläutert Uwe5

Vögel wurden in Büchern nachgeschlagen und erklärt. Foto: U. Huchel

Nachdem wir die „Schwienswei“ durchwandert haben, erreichten wir  den „Parkbos Millen“. Auch dieses Gebiet ist aus Menschenhand neu entstanden und bietet mit seinen zwei größeren Seen und den kleineren Blänken, Hügeln, Wiesen und Wäldchen den idealen Lebensraum für viele Tiere.

Gartengrasmücke Fritz6

Eine Gartengrasmücke (Foto: Fritz Leistner)

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Eine Nilgans auf dem First eines Daches (Foto: Fritz Leistner)

Folgende Vögel haben wir gehört bzw. gesehen und gehört:Rabenkrähe, Grünling, Türkentaube, Dohle, Sperber, Baumfalke, Amsel, Hausrotschwanz, Saatkrähe, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Blaumeise, Dorngrasmücke, Elster, Kanadagans, Blässhuhn, Schwanzmeise, Eichelhäher, Kuckuck, Reiherente, Feldlerche, Gartengrasmücke, Teichhuhn, Gartenbaumläufer, Buchfink, Star, Nachtigall, Zaunkönig, Rauchschwalbe, Kormoran, Ringeltaube, Hohltaube, Fasan, Buntspecht, Kohlmeise, Heckenbraunelle, Fitis, Bachstelze, Mauersegler, Graureiher, Turteltaube, Goldammer, Kiebitz, Graugänse mit Jungtieren, Nilgans und Jungtiere, Zwergtaucher, Klappergarsmücke, Habicht: Insgesamt 48 verschiedene Arten, wovon einige mehrmals vorkamen: Z.B. haben wir drei Turteltauben gehört

Als wir den „Parkbos Millen“ durchquert hatten, übernahm Herr Passen von der „Heimatvereinigung Selfkant“ das „Kommando“. Er führte uns durch die Geschichte Millens, der beiden Mühlen und schließlich erfuhren wir viele Dinge aus vergangenen Jahrhunderten rund um Millen und speziell die „Burg zu Millen“. Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön!!

Vor der Burg Millen Theo9

Selbst der "neue" Burgherr hörte den Ausführungen von Herrn Passen gespannt zu. Foto: T. Reinartz

Auf gehts zur Besteigung des Turmes Theo10

Letzter Höhepunkt: Die Besteigung des Burgturmes! Foto: T. Reinartz

Wir hoffen, dass diese Wanderung mit ihrem kulturellen Ausklang Gefallen gefunden hat und würden uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr am 1. Mai sehr freuen!

Bis denne!

Thomas Henkens

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