Auf den Stock setzen

bzw. Stockausschlag: Neben der traditionellen Pflege von Biotopen und hunderten Kopfweiden hat der NABU RSK in dieser Pflegesaison auch vermehrt Hecken „auf den Stock gesetzt“.

Gemeint ist damit die natürliche Verjüngung von Hecken (z.B. bei Eiche, Buche, verschiedenen Erlen- und Weidenarten ...) - hier bei einer linearen Hecke aus Weißdorn (im Vordergrund) und Schlehen; dies ist möglich durch die Fähigkeit dieser Pflanzen zur sog. vegetativen Vermehrung, d.h. die sog "schlafenden Augen" schlagen wieder aus.

Gemeint ist damit die natürliche Verjüngung von Hecken (z.B. bei Eiche, Buche, verschiedenen Erlen- und Weidenarten ...) - hier bei einer linearen Hecke aus Weißdorn (im Vordergrund) und Schlehen; dies ist möglich durch die Fähigkeit dieser Pflanzen zur sog. vegetativen Vermehrung, d.h. die sog. "schlafenden Augen" schlagen bald wieder aus.

Neben Wallhecken oder Knicks wurde die Fähigkeit von Sträuchern und Bäumen zum Stockausschlag auch bei dieser wasserbegleitenden Erlentreihe genutzt (Nebeneffekt, dass die Südhangböschung wieder voll besonnt werden kann). "Auf-den-Stock-setzen" hat auch zum Ziel, dass solche Hecken mit der Zeit im unteren Bereich nicht verkahlen. (Im Vordergrund 1. Märzbecher (Frühlingsknotenblumen) an einem vom NABU RSK renaturierten Rodebachaltarm).

Neben Wallhecken oder Knicks wurde die Fähigkeit von Sträuchern und Bäumen zum Stockausschlag auch bei dieser wasserbegleitenden Erlenreihe genutzt (Nebeneffekt, dass die Südhangböschung wieder voll besonnt werden kann). "Auf-den-Stock-setzen" hat außerdem zum Ziel, dass solche Hecken mit der Zeit im unteren Bereich nicht verkahlen. (Im Vordergrund 1. Märzbecher (Frühlingsknotenblumen) an einem vom NABU RSK renaturierten Rodebachaltarm).

Weiden - Schlehen  -  Weißdorn ...

Weiden - Schlehen - Weißdorn ...

3 thoughts on “Auf den Stock setzen

  1. Weißdorn auf den Stock zu setzen zeugt nicht gerade von großem Kenntnisreichtum.
    Weißdorn sollte Stück für Stück in Form geschnitten werden. Ich habe hier in der Nähe die Möglichkeit, auf Stock gesetzte Weißdornsträucher zu beobachten. Es ist ein Elend! Jahrelang keine Blüten, nur ein paar armselige Zweige, und der eine oder andere überlebt es gar nicht. Was für ein ökologischer Unsinn!

    • Sehr geehrter Herr Rheinwald,
      wir haben uns schon was dabei gedacht. Und bei uns im Bruch sind die von ihnen beschriebenen Beobachtungen nicht eingetreten.
      Ich möchte ihren Kommentar mit einem Beitrag des NABU-Niedersachsen beantworten:
      Hecken pflegen – so geht’s:
      Um Hecken langfristig zu erhalten, müssen diese von Zeit zu Zeit verjüngt werden. Überaltern die Hecken, tragen sie kaum mehr Früchte, werden innen kahl oder sterben ganz ab.

      Ein Querschnitt durch eine intakte Hecke: Sie bietet Platz für eine große Artenvielfalt.

      „Auf-den-Stock-setzen“
      Dabei werden jeweils in Abschnitten von 20-30 m alle Sträucher in der Hecke in wenigen Zentimeter Höhe abgeschnitten. Markante Einzelbäume sollten jedoch als so genannte „Überhälter“ stehen bleiben.
      Wichtig ist, dass eine Heckenreihe nicht komplett entfernt wird, sondern dass jeweils im Wechsel Heckenabschnitte stehen bleiben.

      Diese bieten den Heckenbewohnern auch in den folgenden Jahren einen Lebensraum und können dann auf-den-Stock-gesetzt werden, wenn die bereits beschnittenen Sträucher wieder gut ausgetrieben haben.
      MfG Th. Henkens

  2. zu “ auf- den- Stock setzen:
    Ich kann die Ausführungen von Herrn Henkens nur bestätigen. Diese Bearbeitung wird seit Jahren hier in Gangelt und im Selfkant mit Erfolg betrieben! Viele Grüße und bleiben sie gesund!

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