Die Storchennisthilfe in Braunsrath steht!

Im Juli des letzten Jahres rief mich Frau Plett aus Braunsrath an und erzählte mir, dass am Kloster „Maria Lind“ schon seit langer Zeit  zwei Weißstörche versuchten, auf einer Zeder ein Nest zu bauen – ein unmögliches Unterfangen. Immer wieder fiel das angeschleppte Nistmaterial zu Boden. Doch die beiden wurden nicht müde und versuchten es unentwegt weiter! Die Weißstörche wurden monatelang auf den Feldern und Wiesen zwischen Aphoven, Selsten und Saeffelen bei der Nahrungssuche beobachtet. Geschlafen wurde in der Hauptsache auf einem Hausdach gegenüber dem Kloster.  Kurzentschlossen traf ich mich mit Frau Plett und Schwester Gabriel, um eine geeignete Lösung zu finden, dass die Weißstörche möglichst bald ein „gescheites“ Nest bauen könnten. Bei Erfolg wäre dies das erste erfolgreich angenommene Storchennest in der Region „Der Selfkant“. Die NABU-Gruppe Selfkant e.V. hat mit der Anlage solcher Nisthilfen schon seit einigen Jahren auf „Gut Altenburg“ in Breberen (1) sowie im „NSG Gangelter Bruch“ (4) und „NSG Eiländchen“ (1) Erfahrungen gesammelt. Doch leider hat diese tollen Wohnungen noch kein Weißstorch als Brutstätte angenommen, obwohl schon einige das Angebot inspiziert haben. Wir sind uns sicher, dass auch diese Nisthilfen aufgrund des ansteigenden Nestdruckes in  nächster Zeit angenommen werden, die Brutzahlen in NRW sind erfreulicherweise in den letzten Jahren eindeutig steigend!

Wie kam es nun zum Bau der kunstvollen Storchennisthilfe? Nachdem wir einen geeigneten Ort gefunden hatten, wurde der Bürgermeister der Gemeinde Waldfeucht um Hilfe gebeten. Und er nahm dann die Organisation der Aktion in die Hand.
Wer hat geholfen? An erster Stelle wären hier L. und I. Mourits zu nennen (ein Schreinerbetrieb in Waldfeucht). Die beiden haben sich mit Abstand am stärksten eingebracht. Nicht nur, dass sie aus echtem Eichenholz ein Wagenrad hergestellt haben, nein es wurde so getischlert, dass es nur von den Störchen angenommen werden kann! Für Material und  Arbeitsleistung beim Bau des „Wagenrades“ wollten sie kein Geld sehen – Ehrenamt . Danach wäre der Bauhof der Gemeinde zu nennen, der für Fundament und Aufstellung des Mastes gesorgt hat. Der Bürgermeister war mit der Gesamtkoordination betraut. Die statische Berechnung und Detailplanung hatte das Büro Hubert Wallrafen übernommen. Die Metallteile wurden von der Firma Christoph Otten geliefert und konfektioniert. Die Stahbaufirma Trepels sorgte für den Transport des Mastes von Wassenberg nach Braunsrath.

Ihnen allen ein herzliches Dankeschön!

Jetzt können sie einziehen, die Braunsrather Störche Klara und Franz!

Hier die Bilder:

Der Transport des Mastes:

Transport

Durchgeführt von der Firma Trepels

Transport 2

 

Die storchennisthilfe steht

fertiggestelltes Wgenrad bei Mauritz

Stahlbefestigung

Das Fundament und die Unterkonstruktion vom Bauhof der Gemeinde Waldfeucht aufgestellt.

Zeder mit Storch

Darauf haben sie hoffentlich nur gewartet?!

Die Storchennisthilfe steht 2

ganz nah 1

Ein Kunstwerk – hoffentlich sehen die beiden Störche es ebenso!!

ganz nah 2

Na dann kommt mal her und schaut euch euer neues Zuhause an!!

Wir alle wünschen euch viel Freude und vor allem Erfolg in eurem „gemachten“ Nest!

 

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